Workshop PVC und Umwelt mit den Top-Themen der Branche

Nach zweieinhalb Jahren wieder als Präsenzveranstaltung fand vergangenen Mittwoch die Sommerausgabe des gemeinsam von VinylPlus Deutschland und PlasticsEurope Deutschland organisierten Workshop „PVC und Umwelt“ statt. Geboten wurde den rund 70 Teilnehmerinnen in Frankfurt/Main erneut eine Agenda mit den Top-Themen unserer Branche, die von hochkarätigen Referentinnen und Referenten präsentiert wurden.

In seiner Begrüßung steckte Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland den Rahmen auf dem Weg der Branche in Richtung Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität klar ab. Angesichts der großen Herausforderungen und der immer umfangreicheren politischen Anforderungen, sei es umso wichtiger die Innovationen der Branche auf der K-Messe zu präsentieren und in den Dialog mit entscheidenden Stakeholdern zu treten. Denn nur mit politischer Unterstützung könnten die notwendigen Investitionen getätigt werden und die Transformation der Kunststoffindustrie letztendlich gelingen. Auf den aktuellen Stand der Entwicklungen rund um den Werkstoff PVC inklusive der Selbstverpflichtung VinylPlus 2030 brachte die Teilnehmer VinylPlus Deutschland-Geschäftsführer Thomas Hülsmann und stellte dabei die Herausforderungen und die laufenden Maßnahmen in Deutschland vor. Präsentiert wurden zudem in einem weiteren Vortrag die Vielzahl der aktuellen PVC-Recyclingtechnologien, vom mechanischen bis hin zum chemischen Recycling.

Ohne Zweifel vor einer großen Aufgabe steht die gesamte europäische Kunststoffbranche mit der Zielvorgabe bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Der von Plastics Europe in Auftrag gegebene Report der Denkfabrik SystemIQ, „Reshaping Plastics“ bietet einen hilfreichen wie herausfordernden Ansatz für die anstehende Transformation.  Dr. Katharina Schlegel (Plastics Europe), stellte die Lösungsansätze für die gesamte Wertschöpfungskette der Studie vor. Deutlich wurde auch in der anschließenden Diskussion, dass zur Erreichung des Ziels einerseits nun konkrete Zwischenziele durch die Branche entwickelt, aber auch der politische Rahmen für eine erfolgreiche Transformation geschaffen werden muss.

Hoch emotional wird in der breiten Öffentlichkeit seit Jahren die Diskussion über vermeintliche gesundheitsgefährdende Auswirkungen von Weichmachern geführt. Zur Versachlichung des Diskurses beitragen soll nicht zuletzt das Humanbiomonitoring zu deren Expositionsbestimmung. Dr. Rainer Otter (BASF) erläuterte Methoden und Vorgehen und zeigte, dass die Exposition moderner Weichmacher deutlich geringer ist als die frühere Exposition heute beschränkter Weichmacher. Zudem wird heute die tolerierbare Tagesdosis enorm weit unterschritten. Nicht minder aufgeladen ist zuweilen die Berichterstattung in den tagesaktuellen Medien beim Thema Mikroplastik. Die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit werden derzeit von einem Konsortium unabhängiger wissenschaftlicher Partner im Auftrag von Plastics Europe untersucht. Über den aktuellen Stand des großangelegten Forschungsprojektes informierte Camilla C. Carteny (Plastics Europe).

Über die mögliche Aufnahme von Polymeren unter REACH berichtete Chris Howick (INOVYN). Auf Grundlage der bislang diskutierten Kriterien, scheint dabei PVC zu den Polymeren zu gehören, die zwar notifiziert, nicht aber registriert werden sollen. Schließlich gab Sven Weihe (PlasticsEurope Deutschland) einen Überblick über das umfangreiche Programm und die geplanten Aktivitäten bei der Sonderschau „Plastics shape the future“ auf der diesjährigen K-Messe. Unter den Leitthemen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung wird Plastics Europe die Möglichkeit bieten mit vielen unterschiedlichen hochkarätigen Stakeholdern in den Dialog zu treten.

Im Einklang mit dem EU Green Deal: VinylPlus® verwertet mehr als 810.000
Tonnen PVC

VinylPlus® gab am 25. Mai im Rahmen des 10. VinylPlus-Nachhaltigkeitsforums (#VSF2022) die Erfolge des ersten Jahres seiner Verpflichtung 2030 bekannt. Das #VSF2022, das per Livestream aus Brüssel übertragen wurde, begeisterte rund 500 Teilnehmer aus 40 Ländern. Unter dem Motto „Embracing EU Green Deal Ambitions“ wurden Perspektiven und Szenarien, die sich aus der aktuellen EUPolitiklandschaft ergeben, sowie deren Auswirkungen auf die Kunststoff- und PVC-Industrie online diskutiert.

Die Verpflichtung VinylPlus 2030 für eine nachhaltige Entwicklung zielt darauf ab, einen proaktiven Beitrag zur Verwirklichung der Prioritäten auf europäischer und globaler Ebene zu leisten. In einem offenen Konsultationsprozess mit Interessengruppen wurden drei Pfade und zwölf Aktionsfelder identifiziert. Sie umfassen die Kreislauffähigkeit der PVC-Wertschöpfungskette, ihre Weiterentwicklung in Richtung Kohlenstoffneutralität, die Minimierung des ökologischen Fußabdrucks der PVC-Produktionsprozesse und -Produkte sowie die Zusammenarbeit mit Interessengruppen und globalen Koalitionen.

„Mit unserer Verpflichtung für 2030“ – so Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus – „wollen wir einen Beitrag zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen leisten, mit besonderem Schwerpunkt auf nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion, Klimawandel und Partnerschaften. Dies geschieht in voller Übereinstimmung mit den einschlägigen Regelungen der EU-Politik im Rahmen des Europäischen Green Deal, wie dem EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft und der EUChemikalienstrategie für Nachhaltigkeit.”

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen wurden im Rahmen von VinylPlus 810.775 Tonnen PVCAbfälle recycelt und in neuen Produkten wiederverwendet, was etwa 26,9 % des gesamten PVC-Abfallaufkommens im Jahr 2021 in der EU-27, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich entspricht. Die Verwertungsquote von VinylPlus ist höher als die von AMI Consulting geschätzte Verwertungsquote von 23,1 % für das gesamte Kunststoffrecycling in Europa im Jahr 2021.

Im Einklang mit den Grundsätzen der EU Circular Plastics Alliance (CPA) hat sich VinylPlus verpflichtet, die ordnungsgemäße Rückverfolgbarkeit von Abfällen sicherzustellen. Im Jahr 2021 brachte Recovinyl® RecoTraceTM auf den Markt, um seine Erfassungs- und Rückverfolgungssysteme für Verwertungsmengen und die Verwendung von Rezyklaten in neuen Produkten weiter zu verbessern. RecoTraceTM ist das erste System, das die Überwachungsanforderungen der CPA erfüllt.

Der Vorsitzende von VinylPlus, Stefan Sommer, kommentiert die Erfolge von VinylPlus im Bereich der Kreislaufwirtschaft wie folgt: „Wir haben die Verantwortung für die Beschleunigung des Übergangs der europäischen PVC-Wertschöpfungskette zu einer nachhaltigeren und kreislauforientierten Industrie übernommen. Unser Bestreben ist es, Schrittmacher bei Innovation und Zusammenarbeit zu sein, indem wir an der Spitze der Kreislaufwirtschaft und der nachhaltigen Entwicklung im Kunststoffsektor agieren. Ich möchte noch einmal die Anstrengungen hervorheben, die wir unternommen haben, um die Kreislauffähigkeit der PVC-Wertschöpfungskette zu erhöhen. Dadurch konnten wir seit dem Jahr 2000 fast 7,3 Millionen Tonnen PVC zu neuen Produkten verwerten und die Freisetzung von mehr als 14,5 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre verhindern.“

Weitere Vorzeigeinitiativen von VinylPlus sind die Additive Sustainability Footprint® (ASF) Methodik, die als freiwilliger, europaweiter Ansatz zur Bewertung und Förderung der nachhaltigen Herstellung und Verwendung von Additiven in PVC-Produkten entwickelt wurde, und das VinylPlus® Product Label, das erste Zertifizierungssystem für Bauprodukte aus Kunststoff, das als Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle Beschaffung im Rahmen von BREEAM® – dem weltweit am weitesten verbreiteten Standard für grünes Bauen – anerkannt wurde. Darüber hinaus werden zwei neue Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme, die VinylPlus® Supplier Certificates (VSC) für Hersteller von Additiven und Compounds entwickelt, die es den Rohstofflieferanten ermöglichen, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nachzuweisen, und es den Verarbeitern erleichtern, das VinylPlus® Product Label zu erhalten.

Das #VSF2022 bot auch die Gelegenheit zu erörtern, wie die europäische PVC-Industrie weiterhin zusammenarbeiten wird, um die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft zu bewältigen, nachhaltige Innovationen zu fördern und im Rahmen der sich entwickelnden politischen Maßnahmen im Rahmen des EU Green Deal auf dem Weg zur Kohlenstoffneutralität voranzukommen.

In seiner Analyse der bevorstehenden Auswirkungen der sich ändernden EU-Gesetzgebung auf die PVCIndustrie hob Michael Ulbrich, Geschäftsführer von Accenture, hervor, dass der zunehmende regulatorische Druck noch größere Herausforderungen mit sich bringen könnte, denen VinylPlus durch eine sorgfältige Auswahl der Prioritäten und die kontinuierliche Bereitstellung konkreter und wissenschaftlich fundierter Ergebnisse und Lösungen begegnen sollte.

Mit seinem Engagement zur Förderung der Kreislaufwirtschaft im Gesundheitssektor verkörpert VinylPlus® Med den Geist der Verpflichtung 2030 in vollem Umfang und ist ein perfektes Beispiel für die Verknüpfung der verschiedenen Pfade. Das im Jahr 2021 gestartete Projekt zielt darauf ab, ausgediente Einweg-PVCMedizinprodukte durch eine Partnerschaft zwischen Krankenhäusern, Abfallwirtschaftsunternehmen, Verwertern und der PVC-Industrie zu verwerten. VinylPlus® Med wurde zunächst in Belgien zusammen mit den Europe Hospitals eingeführt und hat derzeit mehr als 29 Krankenhäuser auf der Warteliste.

„Für ein Recyclingunternehmen wie Raff Plastics sind Projekte wie VinylPlus® Med wichtig, da wir davon ausgehen, dass alles mit einer guten Erfassung beginnt. Unserer Meinung nach gibt es leider immer noch viele Materialien, die recycelt werden könnten, aber aufgrund ungünstiger Umstände auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen landen. Ein Projekt wie VinylPlus® Med sorgt dafür, dass sich jeder bewusst wird und sich verpflichtet, gemeinsam für die Wiederaufbereitung von Rohstoffen zu arbeiten“, erklärt Caroline Van Der Perre, Mitinhaberin und Managerin von Raff Plastics.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verleihung der VinylPlus® Product Label, bei der die VinylPlus- Partnerunternehmen ausgezeichnet wurden, die das Label in den Jahren 2021 und 2022 erhalten haben.

„Mit seiner 10-jährigen Verpflichtung bis 2030“ – so Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus – „bestätigt VinylPlus erneut das Engagement der vereinigten europäischen PVC-Wertschöpfungskette für eine nachhaltige Zukunft und dafür, dass PVC ein sicheres und kreislauffähiges Material bleibt, das für die Kreislaufwirtschaft geeignet ist. Wir sind zuversichtlich, dass die von uns geleistete Arbeit, auch zusammen mit den anderen Kunststoffsektoren innerhalb der CPA und in Partnerschaften mit Institutionen und Interessengruppen, als proaktiver Beitrag zum Green Deal der EU anerkannt wird.“

Der jährliche Progress Report beschreibt die Erfolge von VinylPlus bei der Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung und der Verwendung von PVC als einem für die Kreislaufwirtschaft geeigneten Werkstoff und bei der Verwirklichung der für die gesamte europäische PVC-Wertschöpfungskette gesetzten Ziele. Der Progress Report 2022 wurde von der unabhängigen SGS verifiziert, während die Mengen an verwerteten PVC-Abfällen und die Ausgaben von KPMG begutachtet und zertifiziert wurden.

VinylPlus® PharmPack Projekt gestartet

Kreislaufwirtschaft für Pharma-Blister aus PVC ausbauen.

VinylPlus®, das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche, gibt heute den Start von VinylPlus® PharmPack bekannt. Das Gemeinschaftsprojekt mit PVCFolienherstellern und Recyclern hat sich zum Ziel gesetzt, das Recycling von PVC-Pharma-Blisterverpackungen entlang der Wertschöpfungskette von der Herstellung der Pharma-Folien über die Verpackung der Medikamente bis zur Sammlung und Verwertung gebrauchter Verpackungen weiter auszubauen. VinylPlus® PharmPack arbeitet hierbei eng mit weiteren, bereits etablierten, Recycling-Projekten im Healthcare-Bereich zusammen. Dazu gehört unter anderem VinylPlus® Med, das die Verwertung von gebrauchten Einweg-Medizinprodukten aus PVC in ausgewählten Krankenhäusern organisiert und so die Betriebskosten dieser Gesundheitseinrichtungen reduziert, bei gleichzeitiger Steigerung deren Nachhaltigkeit.

Moderne PVC-Produkte kommen im Gesundheitssektor seit vielen Jahren zum Einsatz und sind dort wegen ihren hervorragenden und individuell anpassbaren Produkteigenschaften unverzichtbar geworden. Mit rund 30 Prozent ist PVC der am häufigsten verwendete Kunststoff in diesem sensiblen Anwendungsbereich. Weniger Beachtung finden in diesem Segment Medikamentenblister. Diese sind meist aus PVC-Verbundfolien mit Aluminiumfolien gefertigt, bieten ein hohes Maß an Sicherheit und schützen aufgrund ihrer sehr guten Barriereeigenschaften den Inhalt zuverlässig vor Umwelteinflüssen. Zudem ermöglichen sie die Einzelentnahme von Tabletten und gewährleisten so unter anderem die Haltbarkeit der verbleibenden Medikamente in der Verpackung. Auch hier ist PVC erste Wahl und Marktführerprodukt.

Sammlung und Recycling

Bereits bei der Produktion von Pharma-Blistern werden Abfälle wie Stanzgitter und aussortierte Leerverpackungen gesammelt und bei einem Recycling-Partner werkstofflich recycelt. Sowohl das PVC-Rezyklat als auch das Aluminium werden anschließend wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt und zur Herstellung von neuen Produkten verwendet.

Das VinylPlus® PharmPack Projekt wird nun neben dem etablierten Recycling von Pre-Consumer-Abfällen zusätzlich Post-Consumer-Abfälle über konkrete Projekte einbeziehen. Nach Nutzung der PVC-Pharmablister werden durch das Recycling die Sekundärrohstoffe in die jeweiligen Materialkreisläufe zurückgeführt. Damit wird ein weiterer wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zur nachhaltigen Entwicklung innerhalb dieser Wertschöpfungskette geleistet.

Im Rahmen des Projektes werden außerdem andere Recyclingtechnologien untersucht, um weitere Möglichkeiten zur Rückgewinnung der Rohstoffe zu bewerten.

Nachhaltige Entwicklung und Kreislaufwirtschaft

VinylPlus® PharmPack ist ein weiteres Projekt im Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVCBranche. Seit über 20 Jahren macht die Branche durch VinylPlus® stetige Fortschritte bei der Produktverantwortung, bei der Erforschung innovativer Technologien und bei der Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von PVC. Fortschritte beim Recycling wurden vor allem durch den Aufbau von Erfassungs- und Verwertungssystemen erzielt, die es vorher noch nicht gab.

Die europäische PVC-Industrie hat seit dem Jahr 2000 mehr als 6,5 Millionen Tonnen recyceltes PVC zu neuen Produkten verarbeitet und dadurch rund 13 Millionen Tonnen CO2-Emmissionen eingespart. Die Branche hat seitdem etwa 110 Millionen Euro in die nachhaltige Entwicklung inklusive Recycling-Aktivitäten investiert und in diesem Bereich viele Arbeitsplätze geschaffen. Bis zum Jahr 2025 will VinylPlus® im Einklang mit den Zielen der Circular Plastics Alliance jährlich 900.000 Tonnen PVC und bis zum Jahr 2030 jährlich eine Million Tonnen PVC recyclen.

Partner des VinylPlus® PharmPack Projekts sind die Pharma-Folienhersteller Liveo Research (Bötzingen) und Perlen Packaging (Müllheim (DE) & Perlen (CH)). Recyclingpartner sind die Unternehmen Neidhardt Rohstoff (Memmingen) und Hundhausen Kunststofftechnik (Achim). Koordiniert wird das Projekt von VinylPlus Deutschland (Bonn). Diese Initiative leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit innerhalb der Wertschöpfungskette und schont darüber hinaus kostbare Ressourcen – ganz im Sinne des von der EU-Kommission im Rahmen des Green Deal verabschiedeten „Circular Economy Action Plan“.

Neue Studie zeigt Wege zu einer treibhausneutralen Kunststoffindustrie auf

Anfang vergangener Woche wurde der von Plastics Europe in Auftrag gegebene Report „Reshaping Plastics“ vorgestellt. Die Erhebung der Denkfabrik SystemIQ wurde mit Unterstützung eines unabhängigen Lenkungsausschusses und Expertenpanels erstellt. Beteiligt waren Vertreter von EU-Institutionen, Nichtregierungsorganisationen, Hochschulen und aus der Industrie.

Ziel des Berichts war, Antworten auf die Klimakrise, den Ressourcenverbrauch oder etwa das Littering von Kunststoffprodukten zu finden, wozu u.a. erste Fortschritte und Lösungsansätze bewertet und verschiedene Hebel, die beim Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft bis 2050 helfen können, analysiert wurden. Bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen kommt dabei laut Studie insbesondere der Kreislaufwirtschaft eine zentrale Bedeutung zu. Um Fortschritte zu erzielen, gelte es demnach, Hebel entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu nutzen, wie etwa das bei PVC-Produkten ja bereits bestens erprobte werkstoffliche Recycling sowie das chemische Recycling und die verstärkte Entwicklung von recycling- und wiederverwendungsfähigen Produkten. Auch der Zugang zu grünem Strom für Industrieprozesse sei laut Bericht zur signifikanten Senkung der Treibhausgase erforderlich. 

PVC-Recycler-Treffen am 09. Mai 2022

Mit der Fortsetzung unseres erfolgreichen Formats „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ bieten wir Ihnen gemeinsam mit der AgPR, Rewindo und der IVK Europe auch in diesem Jahr wieder eine Experten-Plattform an, bei der Informationen zum Thema PVC-Recycling aus erster Hand, der direkte Austausch und persönliche Gespräche im Fokus stehen.

Das erste Networking-Event findet am 09. Mai 2022 in Lüneburg statt. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, die Entsorgungseinrichtung „GfA Lüneburg“ zu besichtigen. Anmeldungen sind ab sofort bei Frau Julia Gogos (julia.gogos@vinylplus.de) möglich. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Anmeldeschluss ist der 27. April.

Rewindo meldet deutlichen Anstieg der Recyclingmenge

Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie konnte die Rewindo GmbH Fenster-Recycling-Service, Bonn, im Jahr 2020 wiederholt einen deutlichen Anstieg der Recyclingmengen von PVC-Altfenstern, -türen und -rollläden vermelden. „Knapp acht Prozent Zuwachs – das ist ein hervorragendes Ergebnis“, so Geschäftsführer Michael Vetter. „Und das, obwohl im letzten Jahr nicht wenige Bauvorhaben wegen Corona zumindest verschoben wurden und unseren Recyclingpartnern weniger Reisetätigkeiten als sonst bei der Akquisition von geeigneten Projekten möglich waren.“ Der aktuell von Rewindo herausgegebene Flyer „kunststofffenster-recycling in zahlen 2020“ verzeichnet als Post-Consumer-Menge 38.263 Tonnen PVC-Rezyklat, was etwa zwei Millionen Altfenstern entspricht, sowie als Pre-Consumer-Verwertungsmenge 97.228 Tonnen an Profilabschnitten und Produktionsresten. In Summe also über 135.000 Tonnen Sekundärrohstoff, der Ressourcen und CO2 einspart.

Europaweit einheitliche Erfassung

„Damit hat Rewindo erneut einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erreichung der Recyclingziele von VinylPlus®geleistet, wonach bis 2030 jährlich eine Million Tonnen PVC insgesamt recycelt werden sollen“, so Vetter. Neu ist, dass Rewindo nunmehr Teil des Recovinyl®-Datenerfassungssystems RecoTrace™ ist. Die Recyclingmengen der Rewindo-Recyclingpartner für 2020 wurden so erstmals – europäisch vereinheitlicht – über RecoTrace™ erfasst. Die für Deutschland von Rewindo gelieferten RecoTrace™- geprüften Werte für das Kunststofffensterrecycling fließen in die ebenfalls neu etablierte PolyREC-Übersicht (www.polyrec.eu) ein. Diese auch von der EU-Kommission anerkannte Plattform bietet eine Zusammenschau aller relevanten Kunststoffrecyclingdaten in Europa.

Verstärkte Wirksamkeit des Netzwerkes

Dass sich in Deutschland die Recyclingmengen positiv entwickeln, führt Vetter auch auf die verstärkte Wirksamkeit des vergrößerten Rewindo-Netzwerkes zurück. Die mittlerweile ca. 60 neuen Annahmestellen für kleinere und Kleinstmengen an PVC-Altfenstern sowie die aktive Unterstützung durch die stetig steigende Zahl der Premium-Partner erhöhen spürbar den Rücklauf. Aktuell verzeichnet Rewindo insgesamt 22 Premium-Partner-Betriebe, darunter 15 aus der Fensterbaubranche, drei Extrusionsunternehmen, zwei Folienhersteller und zwei Unternehmen aus dem Recycling-Maschinenbau. In Kürze startet eine Kampagne zur Gewinnung von Unternehmen der Glas- und Beschlagbranche. Ziel ist es, am Ende die gesamte PVC-Wertschöpfungskette als Premium-Partner der Rewindo abzubilden.

VinylPlus® Nachhaltigkeitsforum Deutschland: Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität gemeinsam in der Wertschöpfungskette vorantreiben

In der vergangenen Woche fand das 2. VinylPlus® Nachhaltigkeitsforum Deutschland als Hybrid-Veranstaltung mit rund 80 Teilnehmern aus der gesamten PVC-Wertschöpfungskette sowie Stakeholdern aus Politik und Wissenschaft statt. Im Fokus stand die im Sommer vorgestellte neue Selbstverpflichtung VinylPlus 2030. „Die großen Herausforderungen auf dem Weg hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität, vor denen die Kunststoffindustrie insgesamt und auch unsere Branche stehen, können am besten gemeinsam entlang der gesamten PVC-Wertschöpfungskette gemeistert werden“, betonte Dr. Oliver Mieden, Vorstandsvorsitzender von VinylPlus Deutschland, zu Beginn der Veranstaltung.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, hob in seiner Videobotschaft das Engagement der Branche hervor: „VinylPlus als Initiative der europäischen PVC-Branche hat eine starke Basis in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen. Die Mitgliedsunternehmen und Partner stellen Tag für Tag ihre Innovationskraft unter Beweis. Das, was heute viele Industrien erst mühsam lernen müssen, gehört seit geraumer Zeit zu Ihrem Tagesgeschäft. Kreislaufwirtschaft ist für Sie und Ihre Abnehmer kein neues Thema.“

VinylPlus 2030 ist für die Branche richtungsweisend und baut auf einer über 20-jährigen Bilanz von Fortschritten und Erfolgen der europäischen PVC-Industrie auf. Stefan Sommer, Chairman von VinylPlus, fasste das bisher Erreichte zusammen und gab zudem einen Ausblick auf die Aktivitäten der kommenden zehn Jahre. Hierfür wurden drei konkrete Themenfelder mit insgesamt 39 Einzelzielen identifiziert. Über die Ziele zur „Steigerung der Zirkularität in der Wertschöpfungskette“ sprach Gerald Feigenbutz (QKE) in seinem Vortrag, die versprochenen „Fortschritte bei Klimaneutralität und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks“ erläuterte Jane Gardner (ERFMI) und Dr. Zdenek Hruska (VinylPlus) skizzierte den Teilnehmern des Forums den „Aufbau globaler Koalitionen und Partnerschaften“ zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.

Über konkrete Maßnahmen und Projekte zur Steigerung der Zirkularität in der Wertschöpfungskette ging es im zweiten Teil des VinylPlus Nachhaltigkeitsforums, der von Thomas Hülsmann, Geschäftsführer von VinylPlus Deutschland, moderiert wurde. Michael Vetter (Rewindo) präsentierte aktuelle Zahlen zum Kunststofffensterrecycling, Prof. Dr. Dieter Stapf (Karlsruher Institut für Technologie) stellte die neuesten Ergebnisse beim chemischen Recycling von PVC-haltigen gemischten Kunststoffabfällen vor und Swetlana Wagner (Fraunhofer IVV) berichtete über das laufende EU-geförderte H2020-Projekt „Circular Flooring“ zum PVC-Fußbodenrecycling.

„Das mechanische Recycling von PVC ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Das chemische Recycling ist keine Konkurrenz dafür, sondern eine Ergänzung. Lösemittelverfahren bieten Chancen, neben PVC auch Legacy-Weichmacher zurückzugewinnen. Alle diese Technologien – und noch mehr – brauchen wir für die Kreislaufwirtschaft von PVC“, so Dr. Oliver Mieden in seinem Fazit.

VinylPlus Deutschland ist gut gerüstet für die neuen Herausforderungen

Mitte Juni ging VinylPlus 2030, die neue freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Industrie für die nächsten zehn Jahre, an den Start. Dr. Zdenek Hruska, Public Affairs Director bei VinylPlus®, nutzte die Gelegenheit und stellte im Rahmen der virtuellen Mitgliederversammlung des VinylPlus Deutschland e.V. am 01. Juli 2021 die wichtigsten Punkte des neuen Programms vor.

Das neue Nachhaltigkeitsprogramm baut auf einer über 20-jährigen Bilanz von Fortschritten und Erfolgen der europäischen PVC-Branche auf. Dazu gehören unter anderem die kontinuierliche Weiterentwicklung von Erfassungs- und Verwertungssystemen für PVC-Abfälle in ganz Europa, die seit 2000 das Recycling von 6,5 Millionen Tonnen PVC ermöglicht haben, der schrittweise Ersatz kritischer Additive, die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Produktion sowie die Entwicklung des VinylPlus® Product Labels.

Proaktiver Beitrag der PVC-Branche zur Nachhaltigkeit

Mit der erneuerten Selbstverpflichtung leistet VinylPlus einen proaktiven Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen und Prioritäten im Bereich der Nachhaltigkeit. Hierfür wurden drei „Pfade“ und 12 Aktionsfelder identifiziert, die die Zirkularität der PVC-Wertschöpfungskette, ihren Fortschritt in Richtung CO2-Neutralität, die Minimierung des ökologischen Fußabdrucks der PVC-Produktion und -Produkte sowie ihren Austausch mit Interessengruppen und globalen Koalitionen weiter vorantreiben.

Mit Blick auf die Zukunft bekräftigt VinylPlus sein starkes Engagement und die Verpflichtung, bis 2025 im Einklang mit den Zielen der Circular Plastics Alliance 900.000 Tonnen PVC pro Jahr und bis 2030 eine Million Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln. „Die großen transformativen Herausforderungen auf dem Weg hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität, vor denen die Kunststoffindustrie insgesamt und auch unsere Branche stehen, können am besten gemeinsam entlang der gesamten PVC-Wertschöpfungskette gemeistert werden“, betonte Dr. Oliver Mieden, Vorstandsvorsitzender von VinylPlus Deutschland, gegenüber den Mitgliedsunternehmen, die via Bildschirm an der Mitgliederversammlung teilnahmen, und hob hervor: „Hier ist das neue Programm VinylPlus 2030 absolut richtungsweisend.“

Wiederwahl des Vorstands sorgt für Kontinuität

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung stand die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands. Dieser hatte sich im Vorfeld geschlossen zur Wiederwahl bis 2024 gestellt.

Der alte und neue Vorstand von VinylPlus Deutschland setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Oliver Mieden (Vinnolit, Vorstandsvorsitzender), Mailin Bode (RENOLIT, stellvertretende Vorsitzende), Dr. Dieter Polte (Vestolit, stellvertretender Vorsitzender), Uwe Dietsch (INOVYN, Schatzmeister), Jörg Frömming (Dekura), Volkmar Halbe (FEB), Roland Jahn (GEALAN), Roland Pietz (Evonik), Dr. Ingo Sartorius (PlasticsEurope Deutschland) und Thomas Zenger (Baerlocher).

Nachhaltigkeitsforum 2021 von VinylPlus Deutschland im Oktober

Das Nachhaltigkeitsforum 2021 von VinylPlus Deutschland, welches gemeinsam mit der Mitgliederversammlung stattfinden sollte, wurde Corona-bedingt auf Anfang Oktober verschoben. Die Veranstaltung richtet sich an die Mitgliedsunternehmen von VinylPlus Deutschland sowie an VinylPlus-Partner und Stakeholder. „Bei dem Forum erhalten Teilnehmer wichtige Einblicke in das neue 10-Jahres-Programm, dessen Bedeutung und die konkreten Herausforderungen für die deutsche PVC-Branche“, so Thomas Hülsmann, Geschäftsführer von VinylPlus Deutschland.

VinylPlus® stellt neue 10-Jahres-Verpflichtung der europäischen PVC-Branche zur nachhaltigen Entwicklung vor

Beim VinylPlus® Sustainability Forum 2021 #TOWARDS2030 (VSF2021) am 17. Juni wurde „VinylPlus 2030“ vorgestellt. Die neue Verpflichtung der europäischen PVC-Branche zur nachhaltigen Entwicklung für die nächsten zehn Jahren wurde in einem Bottom-Up-Ansatz von der gesamten PVC-Wertschöpfungskette zusammen mit ihren Stakeholdern entwickelt. Sie baut auf 20 Jahren Erfahrung als Vorreiterin in der Kreislaufwirtschaft auf. Das VSF2021, zu dem sich mehr als 530 Teilnehmer aus 44 Ländern angemeldet hatten, fand in Brüssel als Hybrid-Veranstaltung statt.

Neben dem offiziellen Start der neuen Verpflichtung wurde beim VSF2021 auch der Abschluss der zweiten 10-jährigen freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche sowie ihre wichtigsten Fortschritte in den vergangenen 20 Jahren – beim PVC-Recycling, bei der Produktverantwortung, bei Forschung und Innovation sowie die Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von PVC – gewürdigt. Im Rahmen der feierlichen VinylPlus® Product Label Awards Ceremony wurden die vier VinylPlus Partnerunternehmen Epwin, Finstral, Internorm und profine für ihre erfolgreiche Zertifizierung im Jahr 2020 ausgezeichnet. Das Produktlabel wird an Unternehmen verliehen, die PVC-Produkte mit der höchsten Nachhaltigkeitsleistung anbieten. Das VinylPlus® Product Label ist das erste Zertifizierungssystem überhaupt, das im Rahmen von BREEAM®, dem weltweit bekanntesten Standard für Grünes Bauen, als Zertifizierungssystem für verantwortungsvolle Beschaffung in der Herstellung von Bauprodukten aus Kunststoff anerkannt wurde.

Rückblickend auf zwei Jahrzehnte mit einer Führungsrolle im Bereich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sagte Brigitte Dero, Managing Director von VinylPlus : „Als vereinte europäische PVC-Branche haben wir viel erreicht. Auch wenn wir auf vieles stolz sein können, so wissen wir, dass diese Errungenschaften nur Meilensteine auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft sind. Um ein noch ehrgeizigeres Programm auf den Weg zu bringen, haben wir gemeinsam mit Accenture im vergangenen Jahr einen dreimonatigen offenen Konsultationsprozess durchlaufen, um Input zu den wichtigsten Nachhaltigkeitsfaktoren, Herausforderungen und Chancen für die PVC-Branche zu sammeln, die wir in den nächsten zehn Jahren beantworten müssen.“

Moderiert wurde die diesjährige Veranstaltung von EurActiv Chefredakteur Frédéric Simon. Als Hauptredner sprachen Ondrej Knotek, Mitglied des Europäischen Parlaments, über die Wichtigkeit, die europäische Industrie in der Post-Covid-Ära bei ihrer Erholung und in ihrer Resilienz zu stärken, sowie Werner Bosmans, Policy Officer bei der GD ENV der Europäischen Kommission, der die EU-Strategie zu Kunststoffen in der Kreislaufwirtschaft erläuterte. Ondrej Knotek kommentierte: „Die

europäische PVC-Branche spielt durch VinylPlus eine wichtige Rolle bei den umfangreichen Sanierungsbestrebungen, die von der Europäischen Kommission als ein Schlüsselbereich für Investitionen identifiziert wurden, dank ihrer Fähigkeit, den ökologischen Fußabdruck von Gebäuden in der gesamten EU zu verbessern und Arbeitsplätze zu schaffen.“

Nach den Keynote-Reden wurde die neue Verpflichtung „VinylPlus 2030“ vorgestellt. Die nächste 10-Jahres-Verpflichtung der PVC-Wertschöpfungskette identifiziert drei „Pfade“: Ausbau der Kreislauffähigkeit der PVC-Wertschöpfungskette, Fortschritte in Richtung CO2-Neutralität und Minimierung unseres ökologischen Fußabdrucks und Aufbau globaler Koalitionen und Partnerschaften für die SDGs. Die drei Pfade umfassen zwölf zentrale Aktionsfelder mit 39 Zielen, die konkrete Schritte für die europäische PVC-Branche zur weiteren Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung von PVC umfassen.

Das VSF2021 #TOWARDS2030 endete mit der feierlichen Unterzeichnung und somit dem Beginn der neuen Selbstverpflichtung „VinylPlus 2030“. Sie baut auf einer über 20-jährigen Bilanz von Fortschritten und Erfolgen der vereinten europäischen PVC-Industrie auf und wird den Übergang zu einer nachhaltigeren und kreislauforientierten Zukunft mit noch ehrgeizigeren Zielen weiter beschleunigen.

Myriam Tryjefaczka erklärte im Namen der Verarbeiter unter den VinylPlus-Partnern: „Mehr denn je ist im Kontext akuter Umwelt- und Klimakrisen die Zusammenarbeit in der PVC-Wertschöpfungskette entscheidend, um den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen und den Klimaschutz zu unterstützen. Die VinylPlus-Verpflichtung 2030 sieht Investitionen in technische Projekte zur Entwicklung von Rücknahme-, Logistik- und Recycling-Technologien vor. Dies wird zum Ziel von VinylPlus beitragen, in Übereinstimmung mit den Ambitionen der Circular Plastics Alliance bis 2030 in Europa 1 Million Tonnen recyceltes PVC pro Jahr zu erreichen und gleichzeitig einen Beitrag zu den Zielen des europäischen Green Deal leisten.“

Moderne PVC-Bauprodukte: Nachhaltig und leistungsfähig

Mit dem internationalen Tag der Umwelt und dem Tag der Bauindustrie stehen Anfang Juni gleich zwei starke Themenfelder im Fokus. Und beide Themen sind heutzutage eng miteinander verbunden. So spielen nachhaltige Bauprodukte für die energetische Sanierung und damit zum Erreichen der ambitionierten Klimaziele eine Schlüsselrolle.

Moderne PVC-Bauprodukte wie Vinyl-Bodenbeläge, Kunststofffenster, Rohre, Dach- und Dichtungsbahnen oder beschichtete Gewebe zur Fassadengestaltung schneiden sowohl unter ökologischen als auch sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten gut ab. Maßgeblich tragen dazu die niedrigen Lebenswegkosten bei, die lange Lebensdauer sowie die Recyclingfähigkeit am Lebensende. Das vielfältige Spektrum von PVC-Bauprodukten ist Ausdruck von Innovationskraft und Leistungsfähigkeit sowohl in bewährten, kontinuierlich optimierten als auch in neu entwickelten Anwendungen.

In den vergangenen 20 Jahren hat die europäische PVC-Branche durch ihr Nachhaltigkeitsprogramm VinylPlus® stetige Fortschritte bei der Produktverantwortung, bei der Erforschung innovativer Technologien und bei der Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von PVC gemacht. Seitdem hat sich VinylPlus als Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft erwiesen. Mit dem VinylPlus® Product Label gibt es seit 2018 auch ein Nachhaltigkeitszeichen für besonders leistungsfähige PVC-Produkte im Bauwesen. Bis heute wurde das Siegel für 128 Produkte verliehen und unterstützt sowohl Verbraucher als auch öffentliche Auftraggeber bei nachhaltigeren Kaufentscheidungen.