PVC-Produkte sind im Healthcare-Bereich schon seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz. Zu ihnen gehören Pharma-Blister zum Verpacken und Durchdrücken von Medikamenten. Meist aus PVC-Verbundfolien und Aluminium gefertigt, bieten sie ein hohes Maß an Sicherheit. So verfügen sie über hervorragende Barriere-Eigenschaften, ermöglichen eine Einzelentnahme der Medikamente, um die Haltbarkeit der verbleibenden Tabletten zu gewährleisten, sind sterilisierbar und schützen zuverlässig vor Keimen und Bakterien. Aufgrund dieser positiven Produkteigenschaften ist PVC das führende Material im Bereich der Blister-Verpackungen.
Recycling-Initiative gestartet
Nicht mehr benötigte Arzneimittel müssen sicher entsorgt werden. Das gilt auch für benutzte Pharma-Blister. Dieser Post-Consumer-Abfall wird deshalb thermisch verwertet. Daneben gibt es den Pre-Consumer-Abfall. Hier handelt es sich um Abfälle wie Stanzgitter und aussortierte Leerpackungen, die bei der Produktion von Blistern und beim Verpacken der Medikamente entstehen. Diese Abfälle können werkstofflich recycelt werden. Die Initiative berücksichtigt alle Schritte der Wertschöpfungskette – von der Erfassung über den Transport und das Recycling der Abfälle bis zur Herstellung neuer Produkte aus dem PVC-Rezyklat. Ziel ist es, wertvolle Ressourcen zu schonen, den Carbon-Footprint der Produkte zu optimieren, die Pharmaunternehmen beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen und Kosten zu sparen.
Der Recycling-Prozess
Pharma-Blister bestehen meistens aus PVC-Verbundfolien, die vorwiegend gegen Aluminium gesiegelt werden. Um diese Materialien aus der Verpackungsherstellung zurückzugewinnen, werden Stanzgitter und leere Blister gesammelt und von dort zu Recyclingpartnern transportiert. Hier erfolgt die Trennung der Materialien. Dazu wird der Pre-Consumer-Abfall zerkleinert und anschließend in seine Hauptbestandteile PVC und Aluminium getrennt. Aus dem feinen PVC-Mahlgut stellen Verarbeiter zum Beispiel Abstandshalter für die Bauindustrie her. Aus der Aluminiumfraktion entstehen in der Metallverarbeitung unter anderem leichte Motorblöcke für neue Autos.