VinylPlus 2030 wurde im Juni 2021 vorgestellt und ist die Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Industrie zu einer nachhaltigen Entwicklung bis 2030. Es baut auf den Erfolgen und Fortschritten der europäischen PVC-Wertschöpfungskette auf, die in den letzten 20 Jahren erzielt wurden.
Mit seiner dritten Selbstverpflichtung will VinylPlus proaktiv dazu beitragen, die globalen Herausforderungen und Prioritäten im Bereich der Nachhaltigkeit anzugehen. VinylPlus 2030 umfasst die EU-27 sowie Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Die VinylPlus-2030-Selbstverpflichtung wurde im Bottom-up-Ansatz im Rahmen von Branchen-Workshops und in einem offenen Konsultationsprozess mit den Interessengruppen entwickelt.

Die Halbzeitbewertung
Planmäßig führte VinylPlus im Jahr 2025, zur Halbzeit bis 2030, eine umfassende Überprüfung seiner Verpflichtungsziele 2030 durch, um diese im Hinblick auf die Leistungskraft der Branche, den regulatorischen Entwicklungen und der aktualisierten strategischen Ausrichtung anzupassen. Die Überprüfung zielte zudem darauf ab, eine nachhaltige Transformation der Branche sicherzustellen.
Die Halbzeitbewertung wurde von einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe zur Überarbeitung der Verpflichtungen unterstützt und umfasste eine intensive Zusammenarbeit mit Stakeholdern entlang der gesamten PVC-Wertschöpfungskette, darunter Partner und Branchenvertreter aus Europa und anderen Regionen sowie politische
Entscheidungsträger, Nichtregierungsorganisationen und Experten aus der Wissenschaft. Ihre wertvollen Beiträge flossen in die zukünftige Ausrichtung von VinylPlus ein.
Die Ergebnisse wurden auf dem VinylPlus® Nachhaltigkeitsforum 2025 öffentlich vorgestellt und stützten sich auf eine Bestandsaufnahme, in der die Fortschritte bei der Erreichung unserer Ziele in den ersten fünf Jahren der Selbstverpflichtung bewertet wurden. Im Oktober 2025 fand anschließend in Brüssel eine hochrangige Konsultation der Interessengruppen statt, an der Vertreter der Europäischen Kommission, der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), von Zero Waste Europe, akademischer Einrichtungen und der PVC-Wertschöpfungskette teilnahmen.
Auf der Grundlage interner Bewertungen und externer Beiträge hatte die eigens eingerichtete Arbeitsgruppe den Umsetzungsstand der „2030-Verpflichtung“ bis Ende
2025 bewertet und ihre Arbeit bis in die ersten Monate des Jahres 2026 fortgesetzt, wobei der Schwerpunkt auf den anstehenden strategischen Prioritäten, der Abstimmung
mit den politischen Rahmenbedingungen der EU und der Sicherstellung einer aktiven Beteiligung aller Teile der Wertschöpfungskette lag.
Die Überprüfung bestätigte mehrere zentrale Prioritäten für die Zukunft von VinylPlus: Die langfristige Vision trotz herausfordernder Marktbedingungen beizubehalten,
der Umsetzung im Markt Vorrang vor weiteren technologischen Innovationen einzuräumen und den intensiven Austausch mit externen Stakeholdern aus
Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik fortzuführen.
