Ein aktualisierter Fahrplan für eine kreislauforientierte, wettbewerbsfähige und verantwortungsvolle PVC-Wertschöpfungskette in Europa.
VinylPlus 2030 ist das Versprechen der europäischen PVC-Industrie zur nachhaltigen Entwicklung bis zum Jahr 2030. Aufbauend auf mehr als 20 Jahren Fortschritt bringt es die PVC-Wertschöpfungskette zusammen, um die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, Umweltauswirkungen zu verringern, die Transparenz zu stärken und eine zukunftsfähige europäische Industrie zu unterstützen.
Nach einer Zwischenbilanz im Jahr 2025 präzisiert die überarbeitete Selbstverpflichtung die Ziele des Programms und legt den Schwerpunkt verstärkt auf messbare Fortschritte, Umsetzung, politische Kohärenz und Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette.

Über VinylPlus 2030
Die 2021 ins Leben gerufene „VinylPlus 2030“-Initiative legt den gemeinsamen Fahrplan der europäischen PVC-Industrie für eine nachhaltige Entwicklung in den 27 EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich fest. Sie baut auf zwei Jahrzehnten freiwilliger Maßnahmen, unabhängiger Überwachung und verifizierter Berichterstattung auf.
Die Selbstverpflichtung gliedert sich in drei Handlungsfelder, die Kreislaufwirtschaft, Umweltleistung und Partnerschaften mit Interessengruppen abdecken. Zusammen leiten sie konkrete Maßnahmen entlang der gesamten PVC-Wertschöpfungskette – von den Rohstoffen und der Produktion bis hin zu Produktdesign, Nutzung, Sammlung, Recycling und Rückverfolgbarkeit.
Zwischenbilanz zur Einhaltung der Ziele
VinylPlus führte im Jahr 2025 eine Zwischenbilanz der „2030-Verpflichtung” durch. Ziel war es, die Ziele unter Berücksichtigung der Branchenleistung, der Marktbedingungen, der politischen Entwicklungen in der EU und der aktualisierten strategischen Ausrichtung von VinylPlus zu verfeinern.
Die Überprüfung wurde von einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe koordiniert, an der Interessengruppen aus der gesamten PVC-Wertschöpfungskette, politische Entscheidungsträger, Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der Wissenschaft sowie externe Experten beteiligt waren.
Die Überprüfung wurde auf dem VinylPlus-Nachhaltigkeitsforum 2025 öffentlich bekannt gegeben, gefolgt von einer hochrangigen Konsultation der Interessengruppen im Oktober 2025 in Brüssel. Die überarbeitete Verpflichtung für 2030 wurde im Juni auf dem VinylPlus-Nachhaltigkeitsforum 2026 offiziell vorgestellt.
Was die aktualisierte Verpflichtung stärker macht:
Umsetzung
Ein stärkerer Fokus auf die praktische Umsetzung, die Marktakzeptanz und messbare Fortschritte bis 2030.
Zirkularität
Unvermindertes Engagement für die Steigerung des PVC-Recyclings, die Verbesserung der Sammelsysteme, die Förderung von Sortiertechnologien und die Aufrechterhaltung kontrollierter Kreisläufe für wertvolle Materialien.
Wettbewerbsfähigkeit
Die Erkenntnis, dass Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und die Widerstandsfähigkeit der europäischen Industrie gemeinsam angegangen werden müssen.
Politische Kohärenz
Ein stärkerer Fokus auf kohärente politische Rahmenbedingungen der EU, die Kreislaufwirtschaft, Investitionen, Rückverfolgbarkeit, sicheres Recycling und gleiche Wettbewerbsbedingungen für die europäische Industrie ermöglichen.
Wissenschaftlich fundierte Entscheidungsfindung
Stärkere Fokussierung auf harmonisierte Ökobilanzdaten, die Bewertung des CO₂-Fußabdrucks und des Handabdrucks, die Bewertung von Zusatzstoffen sowie transparente Methoden.
Zertifizierung, Rückverfolgbarkeit und Partnerschaften
Eine umfassendere Rolle für das VinylPlus®-Produktlabel, die VinylPlus®-Lieferantenzertifikate, die öffentliche Berichterstattung, die Rückverfolgbarkeit, die Zusammenarbeit mit Hochschulen, die globale Zusammenarbeit und Partnerschaften mit Marktteilnehmern.
Die Transformation ermöglichen
Die überarbeitete Verpflichtung nennt zudem förderliche Faktoren, die den Übergang zu Kreislaufwirtschaft, Klimaneutralität und einer nachhaltigen industriellen Entwicklung unterstützen können.
Dazu gehören kohärente politische Rahmenbedingungen der EU, verbesserte Marktbedingungen für recycelte Materialien, Rückverfolgbarkeit durch digitale Produktpässe, harmonisierte Methoden zur Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks von Produkten und zur Lebenszyklusanalyse, effiziente Vorschriften für die Verbringung von Abfällen sowie die Förderung von Investitionen in Sammel-, Sortier- und Recyclingtechnologien.
Gleichzeitig erfordert die Erreichung der Ziele für 2030 eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten PVC-Wertschöpfungskette sowie zwischen Behörden, Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Marktteilnehmern.
