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Studie zum lösemittelbasierten Recycling von PVC-Pharmablistern

In der vergangenen Woche ist im „Journal of Vinyl and Additive Technology“ eine Studie zum lösemittelbasierten Recycling von PVC-Pharmablistern veröffentlicht worden. Die Publikation fasst die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen, die in den vergangenen zwei Jahren unter der Federführung von VinylPlus Deutschland im Rahmen von VinylPlus PharmPack durchgeführt wurden.

Im Rahmen des Projekts konnte im technischen Maßstab gezeigt werden, dass sich der Verbund aus Aluminium, PVDC und PVC erfolgreich trennen lässt. Dabei wurde hochwertiges PVC-Rezyklat zurückgewonnen, das in Versuchen mit einem Anteil von 30 Prozent zur Herstellung neuer Blisterfolien eingesetzt wurde. Diese Folien wiesen mechanische und thermische Eigenschaften auf, die mit Neuware vergleichbar sind. Die an den rPVC-haltigen Folien durchgeführten Tests zeigten, dass sie sowohl eine zuverlässige Abdichtung als auch eine hohe Leckagesicherheit gewährleisten.

Neben dem Faunhofer IVV waren u.a. unsere Mitgliedsunternehmen, Liveo Research, Perlen Packaging und Westlake Vinnolit direkt in die Untersuchungen eingebunden. In einem nächsten Schritt sollen in diesem Jahr wirtschaftliche Kennzahlen, wie Investitions- und Betriebskosten für industrielle Anlagengrößen erarbeitet werden, um die Skalierbarkeit des Recyclingansatzes zu bewerten und die Basis für mögliche Geschäftsmodelle zu schaffen. Parallel dazu wird die Sammlung gebrauchter Blister aus Krankenhausapotheken im Pilotmaßstab fortgesetzt.