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Branche diskutiert praxisnahe Aspekte zur Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele

Mit knapp 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der gesamten PVC-Wertschöpfungskettefand heute in Frankfurt das gemeinsam von Plastics Europe Deutschland und VinylPlus Deutschland organisierte PVC-Sommer-Symposium statt. Im Mittelpunkt standen praktische Aspekte des Anfang Juni vorgestellten aktualisierten Programms der Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche zum nachhaltigen Wirtschaften „VinylPlus 2030“.

Aktualisierte Selbstverpflichtung

So werden in der aktualisierten Selbstverpflichtung u.a. neben der Erreichung der Mengenziele bei der Verwertung noch stärker die Qualität beim Recycling und bei Recyclingprodukten in den Blick genommen und ein größerer Schwerpunkt auf produktspezifische Aspekte bei der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks gelegt. Schließlich strebt man u.a. durch die Intensivierung von Kooperationen mit in- und externen Partnern eine stärkere Marktwirkung und eine aktivere Rolle bei der Förderung nachhaltiger Lösungen auch über die eigene Wertschöpfungskette hinaus an.

PVC-Symposium als optimale Plattform

Das halbjährlich stattfindende PVC-Symposium zählt zu den wichtigsten Branchentreffs für die PVC-Industrie in Deutschland. Die Veranstaltung schafft als starke Netzwerkplattform mit inhaltlichen Impulsen von innen und außen eine wichtige Grundlage für diese Neuausrichtung und Kooperationen mit konkreter Wirkung.

In seiner Eröffnung betonte Dr. Ralf Düssel, Vorsitzender des Verbands der Kunststofferzeuger in Deutschland, angesichts geopolitischer Spannungen, schwacher Nachfrage und steigenden Wettbewerbsdrucks die Bedeutung von Dialog, Wissenstransfer und starken Netzwerken, um gemeinsam Perspektiven für die Zukunft der PVC-Branche zu entwickeln. VinylPlus Deutschland-Geschäftsführer Dr. Alexander Kronimus berichtete über die aktuelle Situation der PVC-Branche und ihrer Selbstverpflichtung und hob die zentrale Bedeutung strategischer Partnerschaften für Fortschritte in der Nachhaltigkeit hervor.

Mit Vorträgen zur Prozessstabilität von Rezyklaten in der Extrusion und zu den Ökobilanzen chemischer Recyclingverfahren, zu bio-attribuierten PVC-Compounds sowie den jüngsten regulatorischen Entwicklungen bei Weichmachern spiegelte die diesjährige Sommerausgabe die praktischen Aspekte der modifizierten Selbstverpflichtung. Zu den hochkarätigen Rednerinnen und Rednern gehörten Dr. Robert Weddige (KraussMaffai Extrusion), Dr. Christian Kühne (THINKTANK Industrielle Ressourcenstrategien), Onno-Pieter Sonnega (PlastChem) sowie Nadine Engel (Evonik Oxeno).

Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit

Für eine erfolgreiche Transformation, nicht nur der PVC-Industrie, braucht es in Europa und Deutschland neben der fachlichen Branchenexpertise jedoch dringend auch wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist nicht zuletzt der von politischer Seite angekündigte Bürokratieabbau. Was bislang erreicht wurde und was noch zu tun ist, darüber berichtete schließlich Dr. Anno Oexle von der Anwaltskanzlei okl & partner. VinylPlus Deutschland Vorstandsvorsitzender Dr. Oliver Mieden resümierte zum Abschluss der Veranstaltung: „Die PVC-Industrie treibt die Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft und

Klimaneutralität weiter aktiv voran. Unser Sommer-Symposium heute hat gezeigt, wie entscheidend es ist, neue Impulse aufzunehmen und sie bestmöglich in die Tat umzusetzen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Unternehmen weiterhin die Möglichkeit haben, zu investieren, zu innovieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa wiedererlangen. Der Abbau bürokratischer Hürden und die Sicherung bezahlbarer Energiekosten sind dafür unverzichtbar.“

PVC Sommer Symposium 2026